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Gepostet on Mrz 20, 2014 in Highlight, Internet | Keine Kommentare

Zensur in Schwellenländern: Bürger fordern unzensiertes Web

Bewohner von Schwellen- und Entwicklungsländern fordern freies Internet ein. Das Pew Research Center hat erhoben, dass besonders junge Menschen der Zensur durch Regierungen entgegenstehen. In 22 der 24 befragten Staaten ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung für ein Ende der Zensur des Internets.

“In zwölf Ländern haben zumindest sieben von zehn diese Ansicht”, heißt es im Studienbericht. Am stärksten ist die Abneigung gegen die mangelnde Freiheit im Internet in Venezuela, im Libanon und in Chile. Auch sind die Menschen in Ägypten, Argentinien, Brasilien und Mexiko sind empört über die Einschränkungen durch die Regierung.

Höhere Nutzung verstärkt Forderung

Generell ist die Unterstützung der Forderung nach Freiheit im Internet dort besonders hoch, wo die Internetnutzung besonders verbreitet ist. Wo noch nicht so viele Menschen das Internet nutzen – etwa in Indonesien oder Uganda – ist die Zustimmung geringer. Jedoch bestätigt sich dieses Bild nicht für alle Länder.

In Russland und Pakistan gibt es viel weniger Unterstützer, als aufgrund des Prozentsatzes der Internetnutzer zu erwarten wäre. Jedoch weisen die Autoren daraufhin: “Andere Pew-Research-Studien haben auch relativ niedrige Unterstützung demokratischer Rechte und Institutionen in Russland und Pakistan gefunden.”

Alter, Bildung und Einkommen relevant

Die Meinungen sind zudem stark vom Alter abhängig. In 14 Ländern sind Menschen im Alter von 18 bis 29 Jahren eher geneigt, unzensiertes Internet zu verlangen, als über 50-Jährige. Klüfte von 36 bis 20 Prozent Unterschied zwischen Jungen und Alten tun sich in fünf Ländern auf: Russland, Libanon, Tunesien, Bolivien und Senegal.

Auch die Bildung spielt in manchen Ländern eine Rolle. In Tunesien etwa sprechen sich 73 Prozent der Hochschulabsolventen für unzensiertes Internet aus, während nur 54 Prozent ohne Abschluss die Forderung unterstützen. In Kenia sind es Einwohner mit höherem Einkommen (71 Prozent), deren Unterstützung stärker ist, als derjenigen mit geringem Einkommen (44 Prozent).

(PT)

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