Studie zeigt massive Überwachung der Nutzer von BitTorrent

Quelle: Gerd Altmann/pixelio.de

Informatiker an der School of Computer Science an der Universität Birmingham stellten in dieser Woche die Ergebnisse der Langzeitstudie "The Unbearable Lightness of Monitoring: Direct Monitoring in BitTorrent" vor, in deren Rahmen die Forscher über den Zeitraum von drei Jahren die Überwachung des BitTorrent-Vekehrs untersuchten. Wie aus der Studie hervorgeht, werden BitTorrent-Nutzer in einem wesentlich höherem Maße überwacht als bisher vermutet. Der Fokus der Untersuchung lag dabei auf dem Tausch von Filmen und Musik. Besonders beim Download beliebter Filme wird die IP-Adresse des Nutzers bereits innerhalb weniger Stunden registriert. Unerheblich sei an dieser Stelle, ob der Nutzer zum ersten oder bereits zum hundertsten Mal etwas herunterlädt.

 

Im Auftrag von Rechteinhabern kontrollieren beispielsweise Logging-Firmen den Datenverkehr um herauszufinden, wer urheberrechtlich geschützte Werke illegal herunterlädt oder verbreitet. Über die IP-Adresse kann der Nutzer schließlich eine Abmahnung bekommen. Die Arbeitsweise dieser Firmen ist jedoch den Forschern zufolge nicht öffentlich bekannt. So gebe es die Wege der indirekten und der direkten Kontrolle. Indirekte Kontrolle beruht auf Hinweisen über den Traffic eines Gerätes. Allerdings wurden in der Vergangenheit aufgrund dieser Methode auch schon Drucker und W-Lan-Basisstationen für Filesharer gehalten und abgemahnt. Bei der direkten Kontrolle stellt der Kontrolleur eine direkte Verbindung mit den Filesharern her.

 

Viele Filesharer nutzen zum Schutz vor Kontrolle eine Blockliste. Diese Blocklisten können jedoch aufgrund ihrer Unvollständigkeit keinen zuverlässigen Schutz bieten. Außerdem wurden im Rahmen der Studie auch völlig unbekannte Überwachungssysteme entdeckt.

 

Weitere ausführliche Informationen finden Sie im Paper zur Studie.

 

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