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Gepostet on Aug 21, 2012 in News | Keine Kommentare

Schweden lehnt Auslieferung Assanges ab

Schweden lehnt Auslieferung Assanges ab

 

Die schwedische Regierung hat versichert, dass der Wikileaks-Gründer Julian Assange keine Auslieferung in die USA befürchten müsse, sollte er sich der schwedischen Justiz stellen. Die stellvertretende Direktorin für Strafsachen und internationale Zusammenarbeit im schwedischen Justizministerium, Cecilia Riddselius, sagte im Interview mit der Frankfurter Rundschau, eine etwaige Auslieferung in die USA unterliege strengen Bedingungen. Dazu gehöre, dass die US-Regierung garantieren müsse, dass der Gefangene auf keinen Fall hingerichtet werde. "Wir werden niemals eine Person ausliefern, der die Todesstrafe droht", sagte Riddselius.

 

Unabhängig davon wurde aber auch betont, dass weder Schweden noch Großbritannien bisher einen Antrag der USA auf Auslieferung des Journalisten vorliege. Dies müsse jedoch nicht bedeuten, dass in den USA keine sogenannte "sealed indictment", eine geheime Anklage, existiere.

 

Assange soll in Schweden aufgrund von Vergewaltigungsvorwürfen befragt werden. Assange hatte sich dem widersetzt, da er fürchtet, von Schweden aus an die USA überstellt zu werden, die ihn des Geheimnisverrats verdächtigen. Aus diesem Grund hatte Assange in den letzten 18 Monaten mehrere juristische Verfahren laufen, die seine Auslieferung an Schweden verhindern sollten. Nachdem diese Möglichkeiten ausgeschöpft waren, flüchtete er sich in die ecuadorianische Botschaft und harrt seitdem dort aus.

 

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