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Gepostet on Sep 19, 2012 in Internet, News | Keine Kommentare

Mängelexemplar Internet Explorer

Mängelexemplar Internet Explorer

 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat wegen einer Zero-Day-Schwachstelle im Internet Explorer am Montag eine offizielle Sicherheitswarnung für den Browser von Microsoft herausgegeben. Von der bereits für Angriffe ausgenutzten Schwachstelle betroffen sind die Browserversionen 6 bis 9 unter Windows XP, Vista und 7. Der Angriffscode für die Schwachstelle ist außerdem online frei verfügbar. Damit könne der Nutzer bei einem sogenannten Drive-by-Angriff auf eine falsche Webseite gelockt und von dort ein Schadcode auf dem System des Nutzers ausgeführt werden. Solange Microsoft diese Sicherheitslücke nicht behebt, empfehlt das BSI die Nutzung eines anderen Browsers, wie beispielsweise Mozilla Firefox oder Opera.

 

Dem Wall Street Journal Deutschland gegenüber kritisierte Microsoft die Empfehlung des BSI: „Angesichts der Bedrohungslage, von der alle Browser betroffen sind, halten wir es für nicht sinnvoll, den Leuten zu empfehlen, ständig den Browser zu wechseln.“ Microsoft hat bis zum Dienstag auf das Problem reagiert und ein Sicherheits-Advisory veröffentlicht. Außerdem bietet das Unternehmen mit dem Enhanced Mitigation Experience Toolkit eine Übergangslösung an.

 

Regelmäßige Sicherheitswarnungen

 

Nicht zum ersten Mal zeigen sich gravierende Sicherheitslücken des Browsers aus dem Hause Microsoft. So wurde beispielsweise erst im Juli auf Metasploit.com ein Exploit-Code für ein gefährliches Sicherheitsloch im Internet Explorer veröffentlicht. Auch in den letzten Jahren gab es regelmäßige Sicherheitswarnungen. 2009 wurden etwa Schwachstellen im Cross-Site-Scripting-Schutz des Internet Explorer 8 entdeckt, mit denen sich Cookies auslesen ließen oder Angreifer ungewollte Forenkommentare im Namen des Opfers posten konnten. 2010 warnte das BSI ebenfalls vor einer kritischen Sicherheitslücke im Internet Explorer, als bekannt wurde, dass durch diese zahlreiche Angriffe gegen Google, Adobe und andere US-Firmen möglich wurden.

 

Glaubensfrage: „Wer nutzt eigentlich den Internet Explorer?“

 

Genaue Angaben zu Nutzerzahlen können nur schwer erhoben werden und maximal Trends abbilden. Laut browser-statistik.de nimmt der Internet Explorer in Deutschland einen Marktanteil von etwa 20 Prozent ein. Viele versierte Internetnutzer verspotten den Internet Explorer als Browser, mit dem nur andere Browser heruntergeladen werden. In vielen Unternehmen hingegen ist der Internet Explorer jedoch als Standardbrowser eingerichtet und die Mitarbeiter können selbst nicht ausweichen. Auch Anwender, die sehr selten mit dem Internet agieren, nutzen aufgrund geringer Computerkenntnisse und des Unwissens über Alternativen häufig den bereits von Microsoft bei Windows mitgelieferten und vorinstallierten Browser.

 

Nichtsdestotrotz können auch andere Browser und Betriebssysteme nie eine absolute Sicherheit gewährleisten. Ein sorgsamer Umgang mit dem Internet auf Seiten der Nutzer sowie regelmäßige Updates der Systeme und Programme sind ausschlaggebende Kriterien für die IT-Sicherheit.

 

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