FBI will neues System zur Gesichtserkennung in den USA einführen

Das FBI plant den Einsatz des Next Generation Identification Programms innerhalb der USA. Aufnahmen von Überwachungskameras, Verkehrskameras sowie von öffentlich im Internet zugänglichen Fotos werden dabei mittels eines Systems für Gesichtserkennung mit einer Verbrecherkartei abgeglichen. Somit ist eine Verfolgung verdächtiger Personen in einer Menschenmenge möglich.

Die Gesichtserkennung ist einer der wichtigsten Bestandteile des eine Milliarde US-Dollar teuren Programms. Am PC erstellte Phantombilder könnten ebenfalls abgeglichen werden. Problematisch könnte jedoch die Genauigkeit der Gesichtserkennung sein. Arbeitet diese unpräzise, könnte der Verdacht auf Unschuldige fallen. Über den Algorithmus des Programms ist bislang nichts bekannt. Das Vorhaben rief jedoch bereits Datenschützer auf den Plan. So könnte auch ein mit einer Kamera festgehaltener zufälliger Kontakt mit einem Verdächtigen, zum Beispiel bei der Frage nach dem Weg, die Aufmerksamkeit auf unbeteiligte Personen lenken. Dem FBI zufolge sind bislang nur Einzelpersonen von Interesse. Datenschützer befürchten jedoch einen Abgleich aller öffentlich in sozialen Netzwerken und Fotoplattformen online gestellten Fotos.

Das Programm soll ab 2014 in den gesamten USA zum Einsatz kommen und künftig auch biometrische Daten erfassen. In einigen Bundesstaaten läuft die Gesichtserkennung bereits als Pilotprojekt.

Wie wir auf Global2Social und auch Agitano bereits berichteten, soll eine vergleichbare Technik auch in dem EU-Projekt INDECT angewandt werden, das kürzlich massive Proteste seitens europäischer Datenschützer ausgelöst hatte.

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