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Gepostet on Jul 7, 2014 in Internet | Keine Kommentare

2020: Quo vadis deutscher Einzelhandel?

2020: Quo vadis deutscher Einzelhandel?

Der Trend zu kleineren Haushalten, die zunehmende Alterung der Bevölkerung, die stärkere Urbanisierung und vor allem die enorme Dynamik der Internetnutzung werden den Einzelhandel in den kommenden Jahren vor gewaltige Herausforderungen stellen. Den zuletzt genannten Punkt nehmen wir zum Anlass, uns folgende Frage zu stellen: Quo vadis deutscher Einzelhandel? Wird der E-Commerce die Innenstädte aussterben lassen oder, wie die Beispiel lokale Suchmaschinen zeigt, diesen sogar zu neuer Stärke verhelfen?

M-Commerce: die Ruhe vor dem „Mobile Shopping-Ansturm“

E-Commerce, sprich Transaktionen, bei denen Produkte und Dienstleistungen gegen Entgelt auf elektronischem Weg gehandelt werden, dürfte mittlerweile nur noch für wenige ein Fremdwort darstellen. Doch was bitte schön ist M-Commerce!? Ganz einfach ausgedrückt: die aufgrund der steigenden Verbreitung von Smartphones konsequente Weiterentwicklung von erst genanntem. Das heißt, der elektronische Handel von Gütern jeglicher Art findet zunehmend über die mobilen Endgeräte statt. Hier erwarten Branchenvertreter einen regelrechten „Mobile Shopping-Ansturm“, auf den sie sich gerade vorbereiten.

Wachstumsimpulse für den E-Commerce

Und das wird dem Wachstum vom E-Commerce zusätzlichen Aufschwung verleihen! Denn (manche mögen es sich gar nicht vorstellen) in Deutschland sind rund ein Drittel der Bevölkerung digitale Außenseiter beziehungsweise Internetanalphabeten. Noch, wie Gerrit Heinemann, Professor für Managementlehre und Handel an der Hochschule Niederrhein, betont. Denn die bedienungsleichten Smartphones werden just jene Außenseiter an das World Wide Web und somit an den Online-Handel heranführen.

Einzelhandel 2020: jeder fünfte Euro kommt aus dem Netz

Nicht zuletzt deshalb ist ein Ende des Online-Wachstums aus Sicht Heinemanns nicht abzusehen. Die Experten des von ihm geleiteten eWeb-Research-Centers gehen davon aus, dass sich der Anteil des Online-Handels im Non-Food-Bereich bis 2020 auf 20 Prozent ansteigen wird. Mit anderen Worten, jeder fünfte Euro wird künftig im Netz umgesetzt.

Den Kunden interessiert das nicht

Was für den einen oder anderen stationären Einzelhändler Anlass zu Sorge, ist für den Kunden Anlass zum Desinteresse. Ja genau, denn tatsächlich machen Verbraucher zwischen On- und Offline-Handel keinen Unterschied. Meist nämlich sind es praktische Erwägungen, wie zum Beispiel die Entfernung zum Wohnort oder die lokale Verfügbarkeit der Waren, die über die Art des Einkaufs bestimmen, so der Experte für emotionales Verkaufen, Ingo Vogel.

Das Web: kein Ersatz, sondern Ergänzung für den Einzelhandel

Und genau das kann sich der regionale Einzelhandel zunutze machen. So werden Textilien im Kleidergeschäft um die Ecke oft deshalb nicht erworben, weil potenzielle Kunden diese auf ihrem Smartphone nicht finden. Aber das kann man ändern. Etwa, indem man seine Waren auf lokalen Suchmaschinen wie zum Beispiel Locafox.de für Millionen von Verbrauchern sichtbar macht. Dieses Beispiel zeigt, das Web muss kein Ersatz zum Geschäft in der Innenstadt sein, sondern vielmehr eine Ergänzung auf dem Weg zu neuen Kunden.

 

Bild: (c) Tony Hegewald / pixelio.de

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