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Gepostet on Sep 24, 2012 in News | Keine Kommentare

Unruhen bei Foxconn: Zulieferer schließt Werk

Der weltgrößte Auftragshersteller für Elektronik- und Computerteile Foxconn musste am Montag nach gewalttätigen Unruhen eines seiner Werke in Taiyuan in der chinesischen Provinz Shanxi schließen. Polizeiberichten zufolge sei es am Sonntagabend zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen mehr als 2.000 Arbeitern gekommen. Nach unbestätigten Berichten kam es zu diesem Ausbruch, nachdem Sicherheitsmitarbeiter einen Arbeiter geschlagen hatten. Insgesamt seien mindestens zehn Personen verletzt worden. Derzeit sei die Lage wieder unter Kontrolle. Im Werk sind 79.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Foxconn beliefert unter anderem die großen Computerhersteller Apple, Hewlett-Packard, Dell sowie Sony und gerät regelmäßig wegen seiner schlechten Arbeitsbedingungen in den Fabriken in die Schlagzeilen. Vor allem hinsichtlich der Bedingungen bei der iPhone-Produktion. Das geschlossene Werk in Taiyuan gehört beispielsweise zur Produktionskette für das neue iPhone 5.

Foxconn: Zwangsarbeit, Explosionen und Selbstmorde

Nach einem Bericht der Shanghai Daily wurden in der ostchinesischen Provinz Jiangsu für die Produktion des neuen iPhone Studenten zur Arbeit im dortigen Werk gezwungen. 2011 entzündete sich Aluminiumstaub in einer Fabrik. Bei der Explosion wurden vier Menschen getötet. Aufgrund der Arbeitsbedingungen nahmen sich 2010 innerhalb kurzer Zeit 14 Arbeiter auf dem Firmengelände im südchinesischen Shenzhen das Leben. Infolgedessen erhöhte Foxconn die niedrigen Löhne. Aufgrund eines angedrohten Standortwechsels riefen Arbeitsrechtler zu einem Boykott der Produkte auf.

Im August 2012 sprach die Fair Labor Association (FLA) hingegen von einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Foxconn, etwa in Form von Lohnerhöhungen in einem der Werke.

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