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Gepostet on Jul 17, 2012 in Kommunikation | Keine Kommentare

Texter-Regel Nr. 4 im Social Media: Wie spricht Ihr Unternehmen? Und wie auf Facebook?

Texter-Regel Nr. 4 im Social Media: Wie spricht Ihr Unternehmen? Und wie auf Facebook?

… aus der Kurzreihe "Texten in Social Media – 6 klare Regeln" von und mit Stefan Gottschling, einem der Spezialisten für verkaufsstarke Texte und Inhaber des SGV-Verlags. Im ersten Beitrag "6 klare Regeln für das Texten in Social Media" wurde ich das Thema eingeführt. Im zweiten Artikel wurde die Texter-Regel Nr. 1 im Social Media "Am Anfang ist immer das Wort" dargelegt. Die Regel Nr. 2 behandelte die Frage "Was erwarten Sie von Social Media?". Und in Regel Nr. 3 ging es um "Die professionelle Redaktion im Social Media".

In der heutigen Regel Nr. 4 geht es in der Fragestellung "Wie spricht Ihr Unternehmen?".

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren Ihr Corporate Design festgelegt. Wir wissen, wie unser Briefpapier aussieht, haben den Header unserer E-Mail definiert, eine eigene Schrift entwickelt – nur wurde die Sprache oft einfach vergessen. Häufig beschränkt sich die professionelle Beschäftigung mit Sprache in Corporate-Identity-Prozessen auf ein Abkürzungsverzeichnis und ein paar Unwörter. Ein Armutszeugnis.

Denn Kommunikation geschieht zwar auch mit Bildern, in erster Linie aber über die Sprache. Wie spricht Ihr Unternehmen? Was für ein Typ ist Ihre Firma? Und wie redet er? Diese „Unternehmenssprache“ muss nun erweitert werden. Die Kernfrage lautet: Wie spricht mein Unternehmen auf Facebook? Denn eine Fanpage ist ja kein echter Dialog. Hier kommuniziert einer oder ein Unternehmen mit vielen.

Beispiel Sportwagen: Da gibt es vielleicht ganz junge Fans, die das Auto fasziniert, und ältere Semester, die sich das leisten können. Welche Tonalität wähle ich als Unternehmen? Ich will ja beide Gruppen mitnehmen. Nun habe ich im Extremfall einen 20-jährigen Facebook-affinen Texter, der die Fanpage betreut. Wenn der jetzt nur in seiner eigenen persönlichen Sprache schreibt, dann schreibt er an den älteren Semestern vorbei. Es sei denn, er weiß, wie sich sein Unternehmen oder seine Marke sprachlich positioniert. Deshalb muss die Corporate Language unbedingt erweitert werden.

Merke: „Sei ganz Du selbst“ als Anweisung in Social-Media-Guidelines ist nur die halbe Wahrheit. Sei ganz Du selbst – bis zu dem Punkt, wo Du Dich als Vertreter Deines Unternehmens an bestimmte Festlegungen in Sprachduktus und Wording halten musst.

Im nächsten Teil geht es um Regel Nr. 5: mit "„Sie“ oder „Du“?".

 

Zum Autor:

Stefan Gottschling, einem der Spezialisten für verkaufsstarke Texte und Inhaber des SGV-Verlags. Er ist ein erfahrener Trainer, Texter und Berater. Viele seiner Bücher zählen zu den Standardwerken der Texterausbildung.

 

 

 

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