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Gepostet on Aug 24, 2012 in Kommunikation | Keine Kommentare

Telekom startet mit kostenpflichtiger De-Mail

Telekom startet mit kostenpflichtiger De-Mail

Pünktlich zur IFA will sich die Deutsche Telekom am 31.08. mit De-Mail auf dem Markt positionieren. Privatkunden und kleine Betriebe erhalten zum Start 50 Mails pro Monat gratis, die sonst 39 Cent pro Mail kosten. Großkunden müssen für ein halbes Jahr keinen Grundpreis zahlen. De-Mail soll nach Ansicht von Telekom-Vorstandsmitglied Niek Jan van Damme den Unzulänglichkeiten der E-Mail entgegenwirken, die mitgelesen, gefälscht, mit Werbespam überschüttet wird und bei Verschlüsselungen nicht trivial sei.  Mit den De-Mail-Adressen, die mit dem Namen des jeweiligen Anbieters und de-mail.de enden, bspw. name@t-online.de-mail.de, könnten rechtsverbindliche Prozesse unterschriftsfrei gestaltet werden. Die Schriftformerfordernis falle damit weitgehend weg. Bisher seien 1,5 Millionen Privatkunden und zehntausende Unternehmen für den rechtsverbindlichen De-Mail-Dienst vorregistriert.

 

Der für De-Mail geschäftsverantwortliche Telekom-Manager Frank Wehrmeyer hofft auf einen weiteren Abbau der Schriftformerfordernisse im Zuge der Novellierung des eGovernment-Gesetzes, womit beispielsweise auch Kündigungen des Arbeitsplatzes ermöglicht würden. Viele deutsche Behörden haben hinsichtlich der E-Mail noch einen erheblichen Anpassungsbedarf. Für Gewerbeanmeldungen sollte es einfache End-to-End-Verschlüsselungen geben und die qualifizierte elektronische Unterschrift müsse außerdem integriert werden.

 

Die United-Internet-Marken GMX und Web.de wollen ab Ende des Jahres ebenfalls ein De-Mail-Angebot starten. Der ebenfalls kostenpflichtige E-Postbrief der Deutschen Post ist als Konkurrenzprodukt bislang jedoch nicht sehr erfolgreich.

 

Die Piratenpartei lehnt De-Mail in einer ausführlichen Kritik ab. Es sei unverständlich, 39 Cent pro E-Mail ohne sinnvollen Nutzen zu zahlen. Nutzer können nicht mit den Nutzern herkömmlicher E-Mail-Dienste kommunizieren und außerdem stünden sichere Alternativen als Open Source zur Verfügung.

 

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