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Gepostet on Sep 28, 2012 in News | Keine Kommentare

Serverfarm von Microsoft: Stromverschwendung wegen angedrohter Vertragsstrafen

Serverfarm von Microsoft: Stromverschwendung wegen angedrohter Vertragsstrafen

 

Rechenzentren und große Serverfarmen verbrauchen weltweit 30.000 Megawatt an Strom (30 GW). Dabei wird lediglich 6-12 Prozent des Stromverbrauchs für den Betrieb der Rechner benötigt. Der Rest wird für die Aufrechterhaltung des Stand-by-Modus verbraucht sowie durch die permanente Bereitstellung maximaler Leistung, auch wenn die tatsächliche Nachfrage deutlich geringer ist. Außerdem belasten viele Zentren die Umwelt durch den Einsatz von Dieselgeneratoren, die mögliche Stromausfälle und Netzschwankungen auffangen sollen und verletzten dadurch auch die Bestimmungen zur Luftreinhaltung.

 

Microsoft siedelte im Sinne ökologischer Energiegewinnung ein riesiges Rechenzentrum in Quincy im US-Staat Washington an, wo am Columbia River in unmittelbarer Nähe Strom aus Wasserkraft erzeugt wird, den industrielle Kunden zu sehr günstigen Konditionen nutzen können. Wie die New York Times nun berichtete, habe Microsoft den Strombedarf der Serverfarm in Quincy höher als benötigt eingeschätzt, womit dem Konzern eine Vertragsstrafe in Höhe von 210.000 US-Dollar drohte. Infolgedessen drohte Microsoft damit, den ungenutzten Strom über so genannte Lastbänke bis zum Ende des Jahres zu verschwenden. Mithilfe derartigen Take-or-Pay-Verträgen wollen Versorger die Abnahmemengen der Kunden besser vorhersehen können, um die Netze dementsprechend zu optimieren. Einer Microsoft-Sprecherin zufolge sei diese Ankündigung gegenüber dem Stromversorger jedoch ein schnell beigelegtes Vorkommnis gewesen.

 

Microsoft ging außerdem auch großzügig mit Dieselgeneratoren um und verbrauchte 2010 3615 Betriebsstunden- Ein benachbartes Yahoo-Rechenzentrum verbrauchte demgegenüber nur 65 Stunden. Allerdings verleast Microsoft eine millionenteure Wasseraufbereitungsanlage für symbolische zehn Dollar jährlich an die Stadt Quincy und nutzt zur Kühlung aufbereitetes Abwasser aus der Lebensmittelfabrik der Stadt.

 

Aus wirtschaftlicher Sicht bieten die Serverfarmen der ländlichen Umgebung ein stark gesteigertes Grundsteueraufkommen in den letzten Jahren.

 

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