kwizzme: Neue Online-Plattform dreht E-Commerce-Modell um
Das 2011 gegründete Hamburger Startup Kwizzme startete am 1. August mit einer gleichnamigen und branchenübergreifenden E-Commerce Plattform. Das Besondere daran: Kunden suchen nicht nach Angeboten von Händlern, sondern Händler reagieren auf individuelle Kundengesuche. Ähnlich wie ein schwarzes Brett erhält der Suchende persönliche Angebote. Umgekehrt kann der Anbieter Wünsche sehen, die zum Angebot passen, wie Kwizzme-Gründer und CEO Torsten Ostmeier erklärt. Den Käufern soll die zeitaufwendige Suche nach Angeboten abgenommen werden: "Ich wollte mit der Familie einen Urlaub an der Mecklenburger Ostseeküste machen, dabei hat sich die Suche nach einem passenden Angebot im Internet als ein sehr langwieriger und umständlicher Prozess erwiesen. Da habe ich mir gedacht: Wenn ich genau weiß, was ich suche, kann ich das ja auch veröffentlichen.", so Ostmeier.
Dank der kombinierten Suche können Käufer neben Preis und Leistung auch Bedingungen der Lieferung, eventuelle Installationsleistungen oder auch gleich die Entsorgung des Produktes festlegen. Der formulierte Wunsch des Kunden, der sogenannte „Kwizz“, wird dann an die privaten wie auch gewerblichen Anbieter weitergeleitet, welche die geforderten Bedingungen erfüllen können. Ostmeier dazu: "Man findet bislang nur Dinge, die andere vorher publiziert haben. Wenn man aber selbst ein Gesuch aufgibt, erhöht man den Kreis derjenigen, die einem ein passendes Angebot machen können um ein X-Faches." Händler finden auf diese Weise ohne Marketingaufwand passende Kunden und können mit diesen direkt in Kontakt treten. Die Einzelheiten werden dann auch direkt zwischen Kunde und Anbieter kommuniziert. Regionale Händler und Dienstleister im Schatten großer Anbieter wie Amazon können auf diese Weise gleich zu Beginn die eigenen Vorteile der Beratungs- und Servicekompetenz ausspielen.
Die Nutzung von kwizzme ist derzeit noch kostenlos. Erfolgsabhängige Provisionen für Anbieter sollen die Plattform jedoch in Zukunft finanzieren.
Hintergrundinformationen zum Online- und E-Commerce-Markt
Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat die Entwicklung des Online-Markts analysiert. Demnach dürfte das E-Commerce-Segment um voraussichtlich 8% pro Jahr wachsen. Bei einem Marktvolumen von rund 21 Milliarden Euro in 2011 dürfte der Online-Umsatz somit im Jahr 2015 die 30 Milliarden-Marke überschreiten. Eine weitere Studie beschäftigt sich mit der schwierigen Wahl der richtigen Zahlungsverfahren im Onlinehandel. Die Studie „Die Qual der Wahl – Wie Online-Händler ihre Zahlungsverfahren auswählen“ wurde im Rahmen des Projekts E-Commerce-Leitfaden in Kooperation mit der InternetWorld Business erstellt. Die wichtigsten Ergebnisse können Sie hier nachschlagen.
(ag)





