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Gepostet on Aug 9, 2012 in News | Keine Kommentare

Kim Schmitz: Vorwurf der Körperverletzung bei Hausdurchsuchung

Kim Schmitz: Vorwurf der Körperverletzung bei Hausdurchsuchung

Der Megaupload-Gründer Kim Schmitz bzw. Kim Dotcom warf der neuseeländischen Polizei am Dienstag vor Gericht schwere Körperverletzung vor. Demnach solle Schmitz nach eigener Aussage im Januar 2012 während der bereits für illegal erklärten Beschlagnahmung und Durchsuchung seines Anwesens in Auckland von den Beamten geschlagen und getreten worden sein. Zunächst floh er in den Panikraum seiner Villa, wo man ihn laut Einsatzkommando mit einer abgesägten Schrotflinte vorfand. Bei der Festnahme schließlich sollen ihn die Polizisten getreten und ins Gesicht geschlagen haben. „Sie waren alle über mir. Ich schrie und hatte Angst. Ich sagte ihnen, es gebe keinen Grund mich zu verletzen und dass sie aufhören sollen“, so der Firmengründer bei seiner Anhörung vorm High Court von Auckland.

Wie sich das Sondereinsatzkommando der damaligen Durchsuchung nun dazu äußerte, solle Kim Schmitz nicht misshandelt worden sein. „Wir sind Kim Dotcom versehentlich auf die Hand getreten“, wie ein Mitglied des neuseeländischen Spezialeinsatzkommandos Armed Offenders Squad vor Gericht sagte. „Ich sah einen weiteren Officer vorbeilaufen, der versehentlich auf seine Hand trat.“ Ein Mitglied der Special Tactics Group (STG) bestritt ebenfalls Übergriffe: „Ich sage, das stimmt nicht. Es ist nicht wahr.“ Beim Einsatz waren auch FBI-Agenten anwesend.

In dieser Woche wird in Neuseeland vor Gericht auch über den Verbleib des beschlagnahmten Materials verhandelt. Die Gruppe um ihren Chef Kim Schmitz soll mit dem Filehoster Megaupload mit ihren gemeinschaftlich begangenen Urheberrechtsverletzungen seit dem Jahr 2005 rund 175 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben. Die Verhandlung über den Verbleib der beschlagnahmten Güter könnte die Position von Dotcom bei den Verhandlungen über seine Auslieferung an die USA deutlich stärken, da ihm aufgrund der eingefrorenen Gelder allmählich die Mittel für seine eigene Verteidigung ausgehen. Die Rückgabe der beschlagnahmten Finanzmittel würden zudem seinem neuen Projekt Megabox sowie dem Relaunch von Megaupload einen deutlichen Schub verleihen.

 

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