Pages Menu
TwitterRssFacebook
Categories Menu

Gepostet on Nov 20, 2016 in SEO / SEM, Tipps & Tricks | Keine Kommentare

Für Suchmaschinen schreiben oder warum SEO nicht schlimm ist

Für Suchmaschinen schreiben oder warum SEO nicht schlimm ist

Für Technik-Skeptiker ist SEO ein regelrechter Albtraum. Immer mehr Autoren schreiben Beiträge nicht ausschließlich für ihre Leser, sondern auch für Suchmaschinen. Wir zeigen, warum das alles halb so schlimm ist wie es auf der ersten Blick erscheinen mag.

Leser suchen – und finden – Inhalte über Suchmaschinen

Dass Buchtitel wie „Analog ist das neue Bio“ absolute Topplätze in den aktuellen Bestsellerlisten einnehmen zeigt, wie en vogue Technik-Skeptiker zurzeit sind. Für extreme Vertreter dieser Gattung muss der Einfluss, den Suchmaschinen inzwischen auf die Gestaltung unseres Alltages ausüben, ein regelrechter Albtraum sein. Von A wie „ADHS bei Hunden“ bis Z wie „Zeppelinreparaturen für Anfänger und Fortgeschrittene“ – auf alles (Un-)Mögliche wird im Internet nach Antworten gesucht!

Allein der globale Branchenführer unter den Suchmaschinen, Google, verzeichnete für 2015 über 2,8 Billionen Suchanfragen.* Andere Suchmaschinen, die teilweise durchaus bemerkenswerte Marktanteile besitzen, sind hier noch gar nicht erfasst. Kein Wunder, dass sich Seiten, auf denen Blogger, Online-Redakteuren und Unternehmen Empfehlungen für suchmaschinenoptimiertes Schreiben gegeben werden, steigender Aufmerksamkeit erfreuen.

SEO als Anfang vom Ende des Abendlandes?

Werden also Texte für Maschinen anstatt für Menschen geschrieben? Kein Wunder, dass es mit unserer Sprachkultur bergab geht! Aber halt, ein Abgesang auf die Kultur des Abendlandes ist alles andere als angemessen. Es wird nicht „anstatt“ für Menschen, sondern „auch für“ Suchmaschinen geschrieben. Und das hat, nicht nur für den Autor, sondern auch für den Leser eines Online-Artikels Vorteile. Dafür sprechen folgende Gründe.

SEO entwirrt das Suchverhalten von Internetnutzern

Früher war der Internetznutzer beziehungsweise der potenzielle Kunde beziehungsweise Leser eine „Blackbox“, so Dr. Nadine Höchstötter vom  Webmonitoring-Anbieter Webscout. Die Analyse von Suchanfragen ermöglicht Unternehmen beziehungsweise Autoren einerseits, die Schlüsselwörter in Erfahrung zu bringen, mit denen sie gesucht und gefunden werden. Damit bietet sich für sie andererseits die Gelegenheit, ihre Online-Marketing-Maßnahmen auf das Suchverhalten der User zu optimieren. Und so Seitenaufrufe für ihre Webseite zu generieren. Mit anderen Worten, SEO hilft dabei, das Suchverhalten von Internetnutzern zu entwirren.

SEO mahnt zum suchmaschinen- und leserfreundlichen Schreiben

Was in 1. beschrieben wurde findet, grob zusammengefasst, in 2. seine Begründung. Inzwischen hat sich nämlich das Leserverhalten der Suchmaschinen an das der Menschen angepasst. Das heißt, damit Google, Bing, DuckDuckGo und wie sie alle heißen mögen, einen Beitrag zu einem Thema oder den Anbieter eines Produktes entsprechend prominent in ihrer Ergebnisliste positionieren, muss dieser lesefreundlich gestaltet sein. Einige der wichtigsten Kriterien für suchmaschinenoptimiertes Schreiben sind:

1. Leser mögen kein Geschwafel, wollen aber dennoch erste wertvolle Hintergrundinformationen. Gleiches gilt für Suchmaschinen. Deshalb dürfen Texte weder zu lang noch zu kurz sein. Ideal sind zwischen 300 und 600 Wörter.

2. Das Thema eines Textes klar kennzeichnen. Das heißt, den Schlüsselbegriff oder die Schlüsselbegriffe sowohl im Texttitel, in einer Zwischenüberschrift und oft genug im Fließtext erwähnen. Das hilft dem menschlichen beim Finden der für ihn relevanten Informationen. Bei 300 Wörtern sollte der Begriff zwischen drei und sechs mal auftauchen. Bei 600 Wörtern zwischen sechs und zwölf mal.

3. Auch in der so genannten Meta-Beschreibung (das ist die Kurzbeschreibung, die in Suchmaschinen häufig unter dem Ziellink zu finden ist) muss der Schlüsselbegriff beziehungsweise müssen die Schlüsselbegriffe vorkommen.

4. Suchmaschinen und Leser lieben Bilder. Allerdings nur, wenn diese einen Bezug zum Text besitzen. Das heißt, sowohl in der Beschreibung zum Bild als auch im Bildtitel muss der/ die Schlüsselbegriff/e auftauchen.

5. Für den Leser zwar weniger wichtig, dafür für die Suchmaschine umso entscheidender: der/ die Schlüsselbegriff/e müssen in der Beitrags-URL zu sehen sein. Am Besten am Anfang von selbiger.

Man sieht: Suchmaschinen und Leser haben ähnliche Qualitätsmerkmale. Wenn ein Autor heutzutage also sowohl für Bing & Co als auch für Menschen schreibt, dann ist das nicht so schlimm, im Gegenteil!

Vgl.: Anzahl der Google-Suchanfragen pro Jahr, weltweit in den Jahren 2000 bis 2015 (in Milliarden!), gefunden und zuletzt abgerufen unter www.de.statista.com am 18.11.2016

Quelle Artikelbild: Luis Llerena / unsplash.com

 

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

  • RSS
  • Facebook
  • Google+
  • Twitter
  • Pinterest