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Gepostet on Nov 30, 2012 in Internet | Keine Kommentare

Fraunhofer SIT gewinnt einen ersten und zweiten Platz beim Deutschen IT-Sicherheitspreis 2012

Fraunhofer SIT gewinnt einen ersten und zweiten Platz beim Deutschen IT-Sicherheitspreis 2012

 

Zwei Forschungsteams des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie haben beim Deutschen IT-Sicherheitspreis gewonnen, der am Donnerstag in Darmstadt verliehen wurde. Einen ersten Preis gewann das OmniCloud-Team um Michael Herfert für ein Konzept zur Absicherung von bestehenden Cloud-Speicherdiensten. Ein zweiter Platz ging an Dr. Martin Steinebach und seine Kollegen vom Projekt ForBild für die Entwicklung eines Verfahrens zur schnellen Durchsuchung von digitalem Beweismaterial, das zum Beispiel von Ermittlern der Polizei zur automatischen Suche nach kinderpornographischen Bildern auf sichergestellten Rechnern eingesetzt werden kann. Die beiden Teams setzten sich gegen 30 Mitbewerber aus ganz Deutschland durch und gewannen insgesamt 80.000 Euro. „Dass wir gleich zwei Preise erhalten haben, bestätigt uns nicht nur in unserer strategischen Ausrichtung, sondern zeigt auch die hohe Qualität unserer Konzepte und Entwicklungen“, sagt Fraunhofer-Institutsleiter Prof. Michael Waidner. In diesem Jahr entfällt der dritte Platz, weil der erste und der zweite Preis jeweils an zwei Teams vergeben wurden.

Kostenvorteile von Cloud-Speichern sicher und flexibel nutzen:
Einen ersten Preis erhalten Michael Herfert, Thomas Kunz, René Palige und Ruben Wolf vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie für ihr Verfahren „OmniCloud“. Die Lösung ermöglicht Unternehmen ein kostengünstiges und nutzerfreundliches Datenbackup in beliebigen Storage-Clouds, besitzt ein hohes Sicherheitsniveau und lässt sich leicht in bestehende Prozesse integrieren. OmniCloud erlaubt es zudem auf einfache und sichere Weise, Mitarbeitern dynamisch den Zugriff auf vertrauliche Daten in der Cloud zu gestatten bzw. zu entziehen.

Schnelle Spurensicherung hilft beim Kampf gegen Kinderpornographie:
Ein zweiter Preis geht an Dr. Huajian Liu, Dr. Martin Steinebach und York Yannikos vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie für ihre Entwicklung „ForBild“ zur forensischen Bilderkennung durch robuste Hashs. Die optimierte Technik nutzt nicht die Dateieigenschaften zur Bilderkennung, sondern orientiert sich an der menschlichen Wahrnehmung. Veränderungen der Größe, des Rauschfaktors oder des Dateiformats stören dabei nicht. Das Verfahren kann beispielsweise dazu eingesetzt werden, um Kriminalbeamte bei der Sichtung von kinderpornographischem Material zeitlich zu entlasten.

Der Deutsche IT-Sicherheitspreis ist die bedeutendste Auszeichnung für anwendungsnahe IT-Sicherheit. Eine Expertenjury wählt für den Preis alle zwei Jahre die besten Innovationen aus den Bereichen IT-Sicherheit, Kryptographie, System- und Netzsicherheit sowie Abwehr von Cyberangriffen. Der Preis wird durch die Horst Görtz-Stiftung finanziert. Schirmherr ist Michael Hange, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.

(IDW Online)

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