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Gepostet on Aug 1, 2012 in Internet | Keine Kommentare

Dresdner Staatsanwaltschaft droht Nutzern von Kino.to mit Klagewelle

Dresdner Staatsanwaltschaft droht Nutzern von Kino.to mit Klagewelle

Die bereits zu Beginn des Jahres ausgesprochene Drohung, gegen die Nutzer der Streaming-Plattform Kino.to vorgehen zu wollen, wurde nun von der Staatsanwaltschaft Dresden erneut bekräftigt. Laut Chip.de besteht jedoch für die Nutzer kein Grund zur Sorge.

Der Video-on-Demand-Dienst hatte, als er noch online war, die Verbindungsdaten von sogenannten „Premium-Nutzern“ gespeichert. Darunter werden Nutzer verstanden, die gegen eine Gebühr keine Werbung ansehen mussten, bzw. auf die lästigen Wartezeiten verzichten konnten. Diesen Nutzern will die Staatsanwaltschaft nun unter Verwendung beschlagnahmter Daten mit Klagen drohen. Bereits Ende 2011 hatte das Amtsgericht Leipzig das Ansehen illegaler Streams zu einem Verstoß gegen das Urheberrecht erklärt.

Problematisch an diesem Vorhaben ist jedoch die Komplexität des Falles. So zahlten die Nutzer für werbefreie Streams nämlich nicht direkt an Kino.to, womit die Plattform gar keine Premium-Accounts stellte, sondern nur bei den einzelnen Stream-Hostern. Dass die Betreiber von Kino.to aber zugleich auch für die Stream-Hoster verantwortlich waren, war zum Zeitpunkt der Schließung des Filmdienstes jedoch noch überwiegend unbekannt.

Damit wird es sich für die Staatsanwaltschaft allerdings jedoch als äußerst schwierig gestalten, den Nutzern den Straftatbestand der Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen nachzuweisen, wie auch der Sprecher der Staatsanwaltschaft selber feststellte: "Wir müssen allen Beteiligten erst mal nachweisen, dass sie konkret davon wussten, dass sie mit ihren finanziellen Leistungen das rechtswidrige Verhalten von kino.to unterstützen." Wie die Staatsanwaltschaft diese Beweise überhaupt erbringen will bleibt insofern erst einmal abzuwarten.

(ag)

 

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