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Gepostet on Jul 23, 2013 in Highlight, News | Keine Kommentare

Crowdfunding-Initiative will Snowden ausfliegen

Ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Indiegogo hat sich zum Ziel gesetzt, NSA-Wistleblower Edward Snowden einen Privatflug nach Venezuela zu finanzieren. Damit soll er langfristig vor dem Zugriff der US-Behörden geschützt werden. Ins Leben gerufen hat die Initiative der an der Universität Oxford tätige Neurowissenschaftler Christian Honey. Die Chancen einer erfolgreichen Finanzierung stehen aber denkbar schlecht. Das Projekt zeigt jedoch, dass Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter oder Indiegogo nicht nur Produkte zum täglichen Gebrauch oder Musikalben auf das Tappet bringen, sondern auch globale Spendenaufrufe mit politischem Hintergrund.

Mindestsumme unerreicht

Unter dem Moto „Fly Edward Snowden Fly“ will Honey insgesamt 200.000 Dollar sammeln. Das ist der ungefähre Preis für einen Charterflug von Moskau nach Caracas. Hinzu kommen anfallende Anwaltskosten. Honey versichert, das eingesammelte Geld der Firma Derek Rothera & Company zu überweisen. Sie verwaltet die Spenden für die Enthüllungsplattform WikiLeaks.

Doch das Projekt wird höchstwahrscheinlich scheitern. Es bleiben acht Tage übrig und bislang wurden nur knapp 1.400 Dollar gesammelt. Obwohl sich bei diesem konkreten Indiegogo-Beispiel die Spendenfreudigkeit in Grenzen hält, erfreut sich Snowden auch Wochen nach seinem Enthüllungs-Interview mit dem Guardian weltweiter Sympathien. Die einzigen Staaten, die ihm allerdings derzeit politisches Asyl gewähren würden, sind Venezuela und Bolivien. Die Affäre Snowden ist unterdessen zu einer diplomatischen Frage von internationaler Tragweite avanciert.

Auch BND im Spionagesumpf

Derzeit sitzt Snowden im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo fest. Seine Papiere wurden von Washington für ungültig erklärt. Das Hickhack um seine Person scheint kein Ende zu finden. Sogar Boliviens Präsident Evo Morales wurde verdächtigt, den Whistleblower in seinem Privatjet nach Südamerika zu bringen. Egal ob Hongkong, Moskau, Havanna oder Caracas – die Spekulationen nehmen kein Ende.

Beobachter kritisieren unterdessen, dass die unzähligen Medienberichte von dem eigentlichen NSA-Skandal ablenken. Die Nationale Sicherheitsbehörde hatte sich offenkundig Zugriff zu beinahe sämtlichen Kommunikationskanälen verschafft. Begonnen bei Telefonaten, über E-Mail- und Briefverkehr bis hin zu sozialen Medien. Neben Großbritannien soll auch der deutsche Bundesnachrichtendienst mit der NSA zusammengearbeitet und gemeinsame Spionageaktivitäten durchgeführt haben.

(pressetext)

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