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Gepostet on Jul 7, 2012 in Internet | Keine Kommentare

British Airways „stalkt“ Passagiere bei Google

Wie der London Evening Standard am Donnerstag mitteilte, stellte British Airways vor einigen Tagen das Programm „Know Me“ vor, mit dessen Hilfe Dossiers über Kunden angelegt werden können. Demnach sollen die Mitarbeiter der Fluggesellschaft in Zukunft über Google Images nach Bildern von Passagieren suchen, um diese so am Terminal oder im Flugzeug direkt anzusprechen. Neben Fotos werden auch individuelle Daten erfasst, wie etwa bisherige negative Flugerfahrungen, damit die Crew sich auf Entschuldigungen für etwaige Verspätungen der Vergangenheit vorbereiten kann. Wie die Airline erklärt, möchte sie durch die Recherchen einen persönlichen „Touch“ bei der Kundenbetreuung erreichen. Es soll ein Gefühl vermittelt werden, als ginge der Fluggast in sein Lieblingsrestaurant und würde dort wiedererkannt werden. Bis zum Ende des Jahres will die British Airways 4.500 Personenerkennungsmeldungen pro Tag versenden.

Dieses Vorhaben bringt natürlich Datenschützer auf den Plan. Nick Pickles von Big Brother Watch fragt demnach, seit wann der Kauf eines Flugtickets der Airline das Recht einräume, weitere Daten über den Kunden im Internet zu suchen. Wenn British Airways mehr Informationen wünscht, so die Datenschützer, solle die Fluggesellschaft danach fragen, anstatt die Privatspäre zu ignorieren und Daten zu sammeln, ohne dass der Kunde überhaupt wisse, welche Daten gesammelt werden. British Airways halte dagegen, lediglich den Service verbessern zu wollen und bestehende britische Datenschutzgesetze zu wahren. Überdies gehe es in erster Linie um Vielflieger und darum, den Kundenservice der ersten Klasse zu verbessern.

Ob die stressgeplagten Stewardessen und Stewards jedoch täglich unzählige detaillierte Fluggastprofile samt Foto, Vorlieben und Informationen zu den letzten Reisen der Kunden auswendig lernen werden, wie die Begründung der Airline für dieses Vorhaben nahelegt, bleibt abzuwarten.

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