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Gepostet on Okt 25, 2013 in Mobile | Keine Kommentare

App macht Störung durch Social Media den Garaus

Der chinesische Entwickler Yang Yuan hat eine neue App programmiert, die es Smartphone-Nutzern erleichtern soll, früh schlafen zu gehen. „I want to sleep early“, so der Name der Anwendung, erinnert User daran, tatsächlich zu der Zeit schlafen zu gehen, die sie zuvor festgelegt haben. „Am besten wäre es, zwischen 22 Uhr und 6 Uhr zu schlafen“, so Nicola Wendisch, Schlafforscherin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

App als umgekehrter Wecker

Die App funktioniert wie ein umgekehrter Wecker: Wer um 22 Uhr schlafen gehen will, hört ab diesem Zeitpunkt alle fünf Minuten ein Signal, das ihn oder sie an den guten Vorsatz erinnert. Im Idealfall gehen die Nutzer auf „schlafen“ – damit ist das Handy für die nächsten zwei Stunden abgeschaltet und alle Meldungen in Chats und sozialen Netzwerken gehen lautlos am Smartphone-Nutzer vorüber.

„Die Medien sind im Leben der Menschen so präsent, dass eine solche Anwendung sinnvoll ist“, ist Wendisch überzeugt. Aber: Die Nutzer der App müssen selbst Verantwortung tragen, schließlich gibt es auch die Möglichkeit, den umgekehrten Wecker mit der Funktion „ich gebe es auf, früh schlafen gehen zu wollen“ auszustellen. Oder das Smartphone zwar abzuschalten, aber am PC oder iPad weiterzusurfen.

Schlaf für Junge besonders wichtig

Laut einer Studie der Chinese Medical Doctor Association schlafen 14 Prozent der Bevölkerung erst nach Mitternacht, soziale Medien sind dabei ein großer Faktor. Wendisch sieht vor allem Teenager als gefährdet an: „Sehr viele junge Menschen schauen nachts zwei, drei, vier Mal auf ihr Handy – ab dem Alter von zehn Jahren kann man eine solche Abhängigkeit feststellen.“

Dabei ist Schlaf im Jugendalter besonders wichtig, wie Wendisch erklärt: „In den Tiefschlafphasen erholt sich der Körper. Noch wichtiger ist der REM-Schlaf, denn während dieser Phase wiederholt das Gehirn, was es tagsüber gelernt hat.“ Yangs App, die seit August für Android-Nutzer verfügbar ist, richtet sich aber auch an ältere Generationen: Sie wurde laut dem Entwickler für junge Arbeiter und Studenten kreiert.

(pressetext)

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